Frauenärztinnen Neckargemünd
Ruth Kässinger und Elke Gehrig

Mädchensprechstunde? Was bringt mir das?

Ich bin doch noch gar keine Frau, was soll ich denn bei der Frauenärztin/beim Frauenarzt?

Du bist gerade in der Phase, in der Du Dich zur Frau entwickelst. Da gibt es sicher Fragen und vielleicht Probleme, die Du nicht mit Deinen Eltern, Freundinnen oder Deinem Freund besprechen kannst oder willst.
Dein Körper verändert sich und Sexualität und damit Verhütung wird zu einem wichtigeren Thema – da ist die Frauenärztin/ der Frauenarzt genau der richtige Ansprechpartner.

Aber ich kenne keine Frauenärztin/ keinen Frauenarzt, wie soll ich da den richtigen finden?

Am besten, Du fragst Deine Mutter und hörst Dich mal in Deinem Freundeskreis um, oder Du suchst in den Gelben Seiten eine Praxis, die in Deiner Nähe liegt. Ob Du zu einem Mann oder zu einer Frau gehst, macht fachlich keinen Unterschied, das musst Du nach Gefühl entscheiden. Wichtig ist, dass Du Dich dort wohl fühlst und man sich Zeit für Dich nimmt. Hab keine Angst, Dir eine andere Ärztin/ einen anderen Arzt zu suchen, wenn Du Dich nach Deinem ersten Besuch unwohl oder nicht richtig behandelt fühlst.

Ich weiß aber nicht, was bei der Frauenärztin/ beim Frauenarzt passiert.

Damit Du erfährst, wie so ein Besuch bei der Frauenärztin/ beim Frauenarzt vor sich geht, bieten wir Dir eine besondere Sprechstunde – die Mädchen-Sprechstunde – an (Sprechzeiten). Eine Anmeldung hierfür ist nicht nötig. Falls Du eventuelle Wartezeiten vermeiden möchtest, kannst Du dich aber gerne anmelden. In dieser Sprechstunde kannst Du alle Deine Fragen loswerden.
Bei unserem ersten Treffen findet normalerweise gar keine Untersuchung statt. Du kannst alle Deine Fragen stellen, z. B. zur Periode, zu verschiedenen Verhütungsmethoden, zur Pubertät, zur Sexualität usw. Am besten, Du schreibst Dir vor Deinem Besuch alle Fragen auf, damit Du nichts vergisst. Wir erklären Dir, wie eine Untersuchung abläuft und zeigen Dir den Untersuchungsstuhl. Wenn Du möchtest, kannst Du auch mal „Probesitzen“. Deine Freundin oder dein Freund dürfen Dich natürlich zum Gespräch begleiten, wenn Du das möchtest. Alles was wir besprechen, bleibt selbstverständlich unter uns!

Muss ich irgendetwas mitbringen?

Ja, Deine Versichertenkarte von der Krankenkasse, denn wir legen eine Karteikarte für Dich an und brauchen dafür Deinen Namen, Dein Geburtsdatum und Deine Adresse.
Um Dich ein wenig kennen zulernen, stellen wir Dir einige Fragen zu Deiner Vorgeschichte, z.B. welche Kinderkrankheiten Du hattest, ob Du schon mal operiert wurdest oder ob Du regelmäßig Medikamente einnimmst und ob Du schon Deine erste Menstruationsblutung hattest.
Wenn Du einen Impfausweis hast, kannst Du auch den mitbringen.

Muss ich meinen Eltern von dem Besuch in der Praxis erzählen?

Solange Du noch unter 14 bist, muss die Ärztin/ der Arzt Deinen Eltern Auskunft geben, wenn sie ihn fragen. Bis Du 16 bist, liegt es im Ermessen der Ärztin/ des Arztes, ob in bestimmten Situationen Deine Eltern gebeten werden mit in die Praxis zu kommen. Danach gilt in Deinen Angelegenheiten die ärztliche Schweigepflicht. Wenn Deine Eltern nichts über Deinen Besuch erfahren sollen, dann sage dies in jedem Fall, Du kannst dann beruhigter aus der Sprechstunde gehen.

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